David Gramling (2016): The Invention of Monolingualism.

Am Freitag, den 14. Mai, präsentiere ich als Teil des „FaDaF-Quartetts“ das 2016 erschienene, von der American Association for Applied Linguistics ausgezeichnete, höchst lesenswerte Buch von David Gramling The Invention of Monolingualism. Gramling analysiert darin die moderne „episteme of monolingualism“. Mit diesem Begriff ist angedeutet, dass Monolingualität für Gramling eine epochale Qualität hat: Sie strukturiert unser Sprachverständnis auch dort, wo wir uns schon auf der Seite der Multilingualität wähnen. Was heute unter Multilingualität verstanden wird, ist nach Gramling vervielfältigte Monolingualität; durch sie wird das dominante monolinguale Sprachverständnis, das die Existenz von voneinander abgrenzbaren, füreinander transparenten und ineinander übersetzbaren Sprachen postuliert, nicht in Frage gestellt: „In twenty-first-century Europe, however, a citizen is welcome and encouraged to be and become multilingual, provided that one has successfully demonstrated monolingualism first.“
Start: 14 Uhr. Alle Infos zu der Online-Veranstaltung hier: https://www.fadaf.de/de/aktuelles/

Plenarvortrag auf dem X. FAGE-Kongress, Logroño, 17.-19. Oktober 2019: WER SCHAFFT, DER SCHAFFT’S !? Deutsch in Arbeit, Beruf und Forschung

Ich freue mich sehr, dass ich nach 15 Jahren wieder an einem Kongress der FAGE (Federación de Asociaciones de Germanistas en España) teilnehme werde. Ich werde im Rahmen der von Prof. Isabella Leibrandt (Universidad de Navarra) geleiteten Literatursektion den Plenarvortrag halten. Der Titel lautet: „Fremdsprachenunterricht als Effekt des globalen Arbeitsmarkts und als Ort des poetischen Widerstands. Argumente für ein paradoxes Selbstverständnis zeitgemäßer Fremdsprachendidaktik.“ Ich werde mich in dem Vortrag mit den Filmen „Work Hard – Play Hard“ (2011) von Carmen Losmann und „Yella“ (2007) von Christian Petzold sowie mit dem Roman „wir schlafen nicht“ (2004) von Kathrin Röggla beschäftigen; und nach Bezügen dieser filmischen und literarischen Texte zum heutigen Fremdsprachenunterricht fragen.

Vortrag und Workshop auf dem vom Goethe-Institut Belgien veranstalteten Deutschlehrertag 2019

Nachdem ich im Dezember 2018 auf dem Deutschlehrertag des Goethe-Instituts Lyon einen Vortrag „Zum Potenzial literarischer Texte in einem sprach- und kulturreflexi orientierten DaF-Unterricht“ gehalten hatte, wurde ich mit diesem Thema für den 28. September 2019 zum Deutschlehrertag des Goethe-Instituts Belgien eingeladen. Im Rahmen eines Workshops zeige ich, dass man dieses Potenzial auch in der Beschäftigung mit (Kurz-)Filmen entdecken und fruchtbar machen kann.
Hier geht es zum Programm:
https://www.goethe.de/resources/files/pdf185/programm-deutschlehrertag_final.pdf

Elecciones en Brandenburgo y Sajonia

En los Länder Brandenburgo y Sajonia habrá elecciones el día 1 de septiembre. El partido alemán Alternative für Deutschland (Alternativa para Alemania, AfD) se refiere en sus campañas electorales, con varios de sus slogans, a la „revolución pacífica“ del año 89/90 con la frase: „Vollende die Wende“ („Completa el cambio“). Así quiere sugerir que la situación actual en Alemania se parece a la (otrora) situación de la DDR y que por eso hay que cambiar el sistema político y liberar a Alemania de nuevo de una dictadura. Un fantasma y a la vez una infamía. Pero lo gracioso es que „Vollende die Wende“ lleva una ambigüedad y un doble sentido, porque „Wende“ literalmente signifíca „giro“. “Vollende die Wende” – es decir: „Completa el giro“ – puede ser leído por lo tanto como „Vuelve a la dictadura de entonces“. Sin quererlo y sin darse cuenta, la AfD dice así lo que quiere de verdad: Volver al punto de partida, es decir, a un estado y a un sistema autoritario y represivo, monocultural y monolingual. Espero que todos y todas lo entiendan.

Die „Didaktik der Literarizität“ – eine Anregung für die Didaktik der Schulfremdsprachen?

Am 4. und 5. April fand, veranstaltet von Jochen Plikat (TU Dresden), Anka Bergmann (HU Berlin) und Christoph Mayer (HU Berlin), an der TU Dresden die Tagung „Welche Zielsetzungen sind für Französisch, Spanisch, Russisch & Co. (noch) zeitgemäß“ statt. Ich stellte mit der „Didaktik der Literarizität für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ das von Renate Riedner (Stellenbosch University) und mir entwickelte Konzept vor.

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ÖDaF-Jahrestagung 2019

Am 22. und 23. März fand in Wien die ÖDaF-Jahrestagung statt. Ihr Thema war: „Worum geht’s hier eigentlich?“ – Anspruch und Wirklichkeit eines inhaltsorientierten DaF/DaZ-Unterrichts“. Ich war eingeladen, den Eröffnungsvortrag zu halten. Sein Titel lautete: „Komplex, vielschichtig, ambig und widerständig. Überlegungen zu einem zeitgemäßen Verständnis von Inhaltsorientierung im DaF/DaZ-Unterricht“.

Logo des ÖDaF
Foto: Michael Dobstadt

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NCD 2019 | Nationaal congres Duits

Auf Einladung des Verbands der niederländischen Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer gab ich im Rahmen seiner in Lunteren vom 14. bis 16. März veranstalteten, sehr gelungenen Tagung einen Workshop zum sprach- und kulturreflexiven Lernen im DaF-Unterricht. Ein Highlight des Kongresses war der vielschichtige, anspielungsreiche, dadurch sehr anregende und außerdem eindrucksvoll präsentierte Plenarvortrag von Thomas Strasser (Pädagogische Hochschule Wien) mit dem schönen, sprachspielerischen Titel „Mit Schirm, Charme und W-LAN-freier Zone“. Sehr spannend auch die (aus Zeitgründen leider nur wenigen) Workshops, an denen ich teilnehmen konnte.


Der niederländische Noordhoff-Verlag, der das Lehrwerk TRABITOUR herausgibt, war mit dem passenden Werbemittel vor Ort.
(Foto: Shirley Steinvoort)